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Studienreise Amsterdam 2026, 3F

Nach einer langen Zugfahrt kamen wir am späten Nachmittag in Amsterdam an. Nachdem wir im Hostel eingecheckt hatten, gingen wir am Abend gemeinsam ins Restaurant „de Plantage“. Das Essen, das uns spendiert wurde, war wirklich sehr lecker und ein schöner Abschluss unseres Anreisetages

Am nächsten Morgen frühstückten wir zusammen und liehen uns danach Velos aus. Mit den Velos fuhren wir zum Rijksmuseum, wo wir viele Gemälde und Statuen anschauen konnten. Danach hatten wir über Mittag etwas Freizeit. Am Nachmittag trafen wir uns wieder und machten gemeinsam eine Grachtenfahrt. Dabei konnten wir viele schöne Ecken der Stadt sehen und Amsterdam einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Besonders interessant waren die vielen kleinen Brücken und die typischen schmalen Häuser entlang der Grachten.

Während unserer Studienreise nach Amsterdam besuchte unsere Klasse auch das Jüdische Museum und das Nationale Holocaust-Namenmonument. Zuerst besuchten wir das Holocaust-Namenmonument, welches sich im ehemaligen jüdischen Viertel Amsterdams befindet. Auf dem von Daniel Libeskind entworfenen Denkmal sind die Namen von über 102'000 jüdischen Opfern sowie 220 Sinti und Roma eingraviert, die aus den Niederlanden verfolgt und deportiert wurden.

Anschliessend besuchten wir das Jüdische Museum. Dort erhielten wir Einblicke in die Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinschaft in den Niederlanden. Dabei wurde nicht nur die Zeit des Zweiten Weltkriegs behandelt, sondern auch das jüdische Leben vor und nach dem Holocaust. Durch verschiedene Ausstellungsstücke und persönlichen Eindrücken, konnten wir die Geschichte aus einer menschlichen Perspektive kennenlernen. Der Besuch hat uns die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in den Niederlanden und die Dimension des Holocaust nähergebracht. Besonders das Namenmonument machte deutlich, dass hinter den grossen Opferzahlen einzelne Menschen und ihre persönlichen Lebensgeschichten stehen. Der Besuch war für unsere Klasse deshalb eine wichtige und eindrückliche Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und der Bedeutung des Gedenkens.

Am Donnerstagmorgen besuchten wir „Barbie: The Dream Experience“. Dies ist kein normales Museum, sondern eine Erlebnis-Ausstellung, bei der wir durch interaktive Attraktionen in die Welt von Barbie eintauchen konnten. Beim Rundgang liefen wir durch verschiedene Räume. Begonnen hat der Besuch mit einem Kurzfilm über die Entstehung von Barbie. Das Highlight war das lebensgrosse Barbie-Dream House ganz am Ende der

Ausstellung. Während einer äusserst spassigen Stunde erkundeten wir den über 2000 Quadratmeter grossen Ausstellungsbereich mit insgesamt zwölf berühmten Barbie-Szenen, die als begehbare Räume aufgebaut waren. Es war nicht nur eine Spassaktivität, auch wenn wir alle sehr viel Freude daran hatten. „Barbie: The Dream Experience“ thematisiert auch die feministische Seite der Barbie-Figur. Die Barbie-Puppe wurde erstmals 1959 von der Spielzeugfirma Mattel vorgestellt, nachdem Ruth Handler die Idee für Barbie entwickelt hatte. Die Puppe sollte unter anderem Individualität und Selbstständigkeit von Frauen darstellen. Ein bekanntes Motto der Barbie-Marke lautet „You can be anything“ („Du kannst alles sein“). Damit vermittelte Barbie bereits zu einer Zeit, in der Frauen in einigen Ländern noch kein Wahlrecht hatten (u.a. in der Schweiz) die Vorstellung, dass Frauen verschiedene Berufe ausüben und selbstbestimmt leben können. Gleichzeitig darf die Problematik der nicht ausreichenden Diversität nicht vergessen werden. Trotzdem war es interessant, einen Aspekt feministischer Vorstellungen aus dieser Zeit in der Ausstellung so unmittelbar erleben zu können. Zusammenfassend war der Ausflug zu „Barbie: The Dream Experience“ ein voller Erfolg. Neben viel Freude und Spass hatte die Aktivität auch einen interessanten PPP-Bezug und gab uns die Möglichkeit, uns mit der Entwicklung von Barbie und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung auseinanderzusetzen.

Am Nachmittag trafen wir uns in bester Laune vor dem Van Gogh-Museum. Dort kamen wir in den Genuss einer kunstpädagogischen Gruppenführung und setzten uns vertieft mit einigen berühmten Gemälden auseinander. Anschliessend bekundete Herr Zingg, dass er unglaublich durstig sei und grosse Lust auf eine Cola Zero mit Eis und Zitronenschnitz habe. Da er gerade Geburtstag hatte, offerierten wir ihm das ersehnte Getränk. Dazu bekam er sogar ein Stück Apfelkuchen. Er war, gelinde gesagt, sehr gerührt. Danach zerstreuten wir uns in alle Richtungen, um unseren letzten Abend in Amsterdam gebührend zu zelebrieren.